- 1:
Wahlpflichtfächer 9/10. - 2:
Deutsch. - 3:
Englisch. - 4:
Französisch. - 5:
Russisch. - 6:
Latein. - 7:
Kunst. - 8:
Musik. - 9:
Geschichte.- 9.1:
Vorstellung des Faches Geschichte. - 9.2:
Stoffübersicht. - 9.3:
Unterrichtsplan 7-10. - 9.4:
Unterrichtsplan 11-13. - 9.5:
Geschichtslehrer. - 9.6:
Kommentar eines Leistungskurslers 11.Klasse. - 9.7:
Projekte und Exkursionen. - 9.8:
Links. - 9.9:
Themenbeispiel: Die Ära Adenauer. - 9.10:
Geschichtliche Fachbegriffe.
- 9.1:
- 10:
Wirtschaftswissenschaften. - 11:
Psychologie. - 12:
Geografie. - 13:
LER. - 14:
Mathematik. - 15:
Informatik. - 16:
Chemie. - 17:
Biologie. - 18:
Physik. - 19:
Astronomie. - 20:
Sport.
Hier listen wir ein paar geschichtliche Fachbegriffe auf, die man im Geschichtsunterricht kennen sollte.
Absolutismus
Unter Absolutismus versteht man eine Herrschaftsform, in der der Herrscher, meist ein König oder Kaiser, uneingeschränkte Macht in seinem Land besitzt, das heißt, losgelöst von den Gesetzen regieren kann. Es besteht keine Gewaltenteilung. Der Monarch kontrolliert alle drei Staatsgewalten: die Exekutive, die Legislative sowie die Judikative. Im Gegensatz zur Diktatur hat ein absolutistischer Herrscher die Macht legitim (z.B. durch Erbfolge) erreicht.
Aufklärung
Das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet eine Epoche in der intellektuellen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 16. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt ist, das Denken von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.
Die Aufklärung ist die beherrschende Geistesrichtung des 18. Jahrhunderts, die die Vernünftigkeit von Welt und Mensch proklamierte. Welterklärung und Humanität sollten durch aufgeklärtes denken erreicht werden. Bezüglich der Religion vertraten die Philosophen und Theologen vielfach eine "natürliche Religion" im Gegensatz zur Offenbarungsreligion, betonten die ethischen Werte und forderten Toleranz gegenüber den Angehörigen anderer Religionen.
Bundesstaat
Föderalismus bezeichnet eine Staatsform, in der Gliedstaaten (Länder) einen Bundesstaat bilden. Der Begriff leitet sich vom lat. foedus, foedera (Bund, Bündnis, Vertrag) ab. Der Begriff Bundesstaat kann sowohl den Gesamtstaat, wie auch die Gliedstaaten meinen.
Bürgerwehr
Die Bürgerwehr oder Bürgergarde ist ein im 19. Jahrhundert aus der Waffenplicht der Bürger zur Verteidigung ihrer Stadt hervorgegangenes Militär. Die Bürgerwehren waren in der Märzrevolution von entscheidender Bedeutung.
Demokratie
Die Demokratie, ursprünglich von Aristoteles abwertend im Sinne von "Herrschaft des Pöbels" gebraucht, bezeichnete zunächst die direkte Volksherrschaft.
Diktatur
Unter einer Diktatur versteht man die Zwangsherrschaft durch eine Person, eine politische Partei, eine Minderheit oder Gruppe von Menschen über ein Volk.
Föderalismus
Föderalismus bezeichnet eine Staatsform, in der Gliedstaaten (Länder) einen Bundesstaat bilden. Seit Montesquieu Bezeichnung für ein politisches Gestaltungsprinzip, wonach selbständige Einheiten auf der Grundlage eines Zusammenschlusses eine staatliche Gemeinschaft als Ganzes bilden. Modellhafte Form ist der Bundesstaat.
Gewaltfreiheit
Gewaltlosigkeit oder Gewaltfreiheit ist ein Prinzip, das Gewalt ablehnt und zu überwinden sucht und dabei gleichzeitig Alternativen zu den kritisierten Zuständen entwickelt.
Gottesgnadentum
Das Gottesgnadentum ist eine Begründung für monarchische Herrschaftsansprüche. Es findet seinen Ausgangspunkt bei den Karolingern, speziell bei Karl dem Großen, der seine Herrschaft als römischer Kaiser kirchlich legimiert sah und der sein Reichals Einheit von Staat, Kirche und Religion verstand.
Hegemonie
Unter Hegemonie versteht man Vorherrschaft bzw. Überlegenheit einer Institution bzw. eines Staates, einer Organisation usw. insbesondere in politischer und militärischer, aber auch in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht.
Imperialismus
Unter Imperialismus versteht man die Bestrebungen eines Staates, die Herrschaft oder zumindest Kontrolle über andere Länder oder Völker zu erringen und so sein Territorium zu vergrößern. Letzteres kann über politische, ökonomische oder kulturelle Einflussnahme und Unterwerfung geschehen.
Industrialisierung
Die Industrialisierung bezeichnet den Prozess des Übergangs von der Handarbeit zur Fabrikarbeit, der sich auf Maschinen stützte, sowie die Verbreitung dieser neuen Produktionsweise in allen Wirtschaftsbereichen.
Kolonialismus
Der Ausdruck Kolonialismus bezeichnet die auf Erwerb und Ausbau von Kolonien gerichtete Politik unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Nutzens für das Mutterland bei gleichzeitiger politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausbeutung der abhängigen Völker. Außerdem spielte die Missionierung und der Marxismus eine große Rolle.
Liberalismus
Unter Liberalismus wird eine in der Aufklärung entstandene freiheitliche Gesinnung und politisch-philosophische Lehre verstanden.
Politische Bewegung die Ihre Wurzeln in der Aufklärung hat. Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums, im 19. Jahrhundert gegen die Privilegien des Adels. Religions- Meinungs-, Presse- Gewerbefreiheit. Umwandlung des absolutistischen Staat in den Verfassungsstaat.
Merkantilismus
Der Merkantilismus war das vorherrschende Wirtschaftssystem im Zeitalter des Absolutismus im 16./18. Jahrhundert. Er löste die mittelalterliche Zunft- und Stadtwirtschaft ab und ist verbunden mit der Herausbildung homogener Volkswirtschaften. Der bedeutendste Vertreter war der französische Oberintendant Jean-Baptiste Colbert. Deshalb wird der Merkantilismus auch manchmal Colbertismus genannt.
Monarchie
Die Monarchie ist eine Staats- und Regierungsform, bei der eine Einzelperson eine oft von einem Gott abgeleitete Autorität zugesprochen wird, die ihre Herrschaft über den persönlichen Machtbesitz hinaus legitimiert.
Nachtwächterstaat
Nachtwächterstaat ist die von Ferdinand Lassalle geprägte Bezeichnung für denjenigen Staat, der nach Meinung des Manchesterliberalismus nur noch für innere und äußere Sicherheit - für den Nachtwächter - zuständig sei. Der freie Markt wird nicht durch Sozialpolitik oder Wirtschaftspolitik beeinflusst, der Staat nimmt die Rolle eines reinen Rechtshüters ein.
Nationalismus
Nationalismus bezeichnet eine politische Ideologie, die Ruhm, Wohlergehen, Macht und meist auch Überlegenheit der eigenen Nation in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird die Nation häufig mit Begriffen wie Volk, Kultur, ethnische Abstammung, Territorium, Staat oder Religion gleichgesetzt. Ein Nationalist benutzt einzelne oder alle dieser Attribute, um die Gruppe, der er sich zugehörig fühlt, gegenüber anderen Gruppen hervorzuheben, zu überhöhen und zu idealisieren.
Republik
Die Republik ist eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt gewählt wird, im Gegensatz zur Monarchie also nicht durch Erbfolge auf den Kreis der Familie des Monarchen beschränkt ist. Die Wahl kann direkt durch das Volk (z.B. in den USA oder Frankreich) oder durch Repräsentanten des Volkes (z.B. in Deutschland) erfolgen.
Sozialismus
Sozialismus ist eine Sammelbezeichnung für politische Theorien, die auf die Lösung der sozialen Frage durch Herstellung sozialer Gerechtigkeit für alle Mitglieder einer Gesellschaft hinzielen.
Staatenbund
Ein Staatenbund ist eine lose Verbindung souveräner Staaten, die in bestimmten Bereichen zusammenarbeiten.
Ständeordnung
Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehrere Stände. Das Ständesystem war ein gesellschaftliches Ordnungsmodell, wie es für spätere Zeiten die von Marx beschriebenen Klassen oder die von Ralf Dahrendorf, Karl Martin Bolte und anderen in die Gesellschaftslehre eingeführten sozialen Schichten wurden.
Verfassung
Die Verfassung eines Staates legt die rechtlichen Grundlagen des Staates fest.Sie schreibt zum Beispiel vor, welche Regierungs- und Verwaltungsform der Staat hat.
Volkssouveränität
Die Volkssouveränität bezeichnet das Recht eines Volkes, über die eigenen Angelegenheiten selbst zu bestimmen.
Zentralstaat
Als Einheitsstaat oder Zentralstaat bezeichnet man einen Staat, der nicht in Gliedstaaten wie Bundesländer oder Kantone gegliedert ist, sondern zentralistisch organisiert wird.