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21.5.2012 : 11:39

Lernt man Latein, helfen einem Kenntnisse über moderne Fremdsprachen. Lernt man Latein als erstes, hat man gute Voraussetzungen zum Erlernen moderner Fremdsprachen.

Dabei hilft einem nicht nur der lateinische Wortschatz. Latein ist nämlich vor allem ein "grammatisches  Rückgrat": Man lernt im Lateinunterricht, wie eine Sprache funktioniert. Latein ist gewissermaßen ein "Modell von Sprache". Gerade diese Eigenschaft des Lateinischen ist eine gute Basis für jemanden, moderne Fremdsprachen (auch das Russische) zu erlernen oder bereits vorhandene fremdsprachliche Fähigkeiten zu vertiefen.

Wenn man Latein lernt, trainiert man zugleich seine Muttersprache. So übt man beim Übersetzen von lateinischen Texten, genau hinzusehen, geeignete Wörter und Ausdrücke zu suchen, sie zu prüfen und auszuwählen. Auf diese Weise kann man die sprachliche Beweglichkeit und den Sicherheit im Ausdruck verbessern.

Lernt man Latein, dann versteht und beherrscht man viele Lehn- und Fremdwörter:

  Computer - computare - ausrechnen

  Video - videre - sehen

  Multiplikation - multiplicare - vervielfältigen

  Fraktur - frangere - zerbrechen

  Jurist - ius - das Recht

  Präsident - praesidere - leiten

Des weiteren werden Lern- und Arbeitstechniken gefördert die später auch im Berufsleben wichtig sind: Beobachtungsgabe, Konzentrationsfähigkeit, Unterscheidungsvermögen, sorgfältiges Abwägen von Lösungen, sprachliche Kreativität.