Am Freitag, dem 20. März, begaben sich Schüler aus unserer Schule auf ein neues Abenteuer. Bei den Schülern handelte es sich hier nicht um zufällig ausgewählte, nein, es handelte sich hier um die glorreichen Sieger des diesjährigen Vorlesewettbewerbs, und das Abenteuer? Das war die Leipziger Buchmesse. Wir machten uns also zusammen auf den Weg, die Leipziger Buchmesse zu erobern und ihre Geheimnisse und Tücken zu lüften. Los ging es für uns um 8 Uhr in Jüterbog, also vor dem eigentlichen Schulbeginn. Jetzt stand aber erst einmal die zweistündige Fahrt an, auf der sich jeder natürlich vorgenommen hat, Schulsachen zu erledigen. Kleiner Spoiler: Wirklich niemand hat auch nur freiwillig auf Hin- oder Rückfahrt etwas in die Richtung angerührt. Freiwillig ist hier das richtige Stichwort, denn die Schüler aus Frau Tusches Kurs durften erst einmal einen Test schreiben. Nachdem wir dann die erste Müdigkeit des Morgens überstanden hatten, war dann auch gute Stimmung im Bus, die nur ein wenig durch die auf maximal gestellte Heizung und den Reifenplatzers eines LKWs vor uns gebremst wurde. In Leipzig angekommen, traten sich uns erst einmal große Fragezeichen auf, weil wir draußen auf dem Parkplatz einen riesigen laufenden KFC-Bucket sahen. Wir wurden dann aber glücklicherweise darüber aufgeklärt, dass die Buchmesse zusammen mit einer Manga-Con, was die Sache noch etwas spannender machte. Vor dem Eingang dachten wir uns erst einmal, dass wir es nie in die Messe hereinschaffen, weil die Schlange einfachlänger war als die Messehallen. Wir wunderten uns auch, warum neben uns das ganze Super Mario Team vorbeigingen. Es stellte sich heraus, dass der zweite Eingang vollkommen leer war. Naja, drinnen angekommen, wurden wir erst einmal von einem Kötbulla-Stand begrüßt, dieser und viele weitere Food-Stände ließen uns erst einmal zweifeln, ob wir wirklich auf einer Buchmesse sind. Das Gefühl änderte sich dann aber, als wir die sich durch die ganze Halle bewegende Schlange zum LYX-Store gesehen haben. Dann hieß es also los, schnell alle Besorgungen machen und Autogramme holen. Ein großes Ziel vieler von uns war es, einmal Sebastian Fitzek zu treffen. Und da kann man sagen, dass es manche besser als andere geschafft haben. Wir hatten nur einen dabei, der es zu ihm hin geschafft hatte, die anderen haben nur fremde Bücher gegeben, die sie dann unterschrieben wieder zurückbekommen haben. Die Lehrer haben es tatsächlich gar nicht geschafft, zu ihm zu bekommen. Beim Stand von Fitzek konnte man die Kommerzialisierung schon wirklich beim besten bewundern, da man sich dort erst einmal ein Buch zum Unterschreiben kaufen musste, bevor man sich anstellen durfte. Es gab natürlich auch viele sehr schöne, herzliche Sachen, wie die hunderten Eigenveröffentlichungen der Menschen, mit denen man sich wunderbar unterhalten konnte. Spannung haben wir besonders in der Dark-Romance-Abteilung bekommen, in der wir in der hintersten Ecke fanden, die Darker-Dark-Romance, die sich wirklich wie eine mystische Hexenküche angefühlt hat. Andere von uns hatten etwas andere Ziele, sie erkundeten die MangaCon und machten mit allem, was sich bewegte, Bilder. Nach sechs Stunden und 15 verschiedenen Gängen ging es für uns wieder auf die Rücktour und wir kamen dann erschöpft um halb sieben wieder in Jüterbog an. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und wir danken den Lehrerinnen und ehemaligen Lehrerinnen sehr dafür, dass sie uns diesen Tag ermöglicht haben.
Marlon Liske und die Besucher der Buchmesse
