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Interview

Hallo Frau Geier, ich habe ein paar Fragen an Sie.

 

1. Wie lange sind Sie schon Lehrer?

Ich arbeite mittlerweile das dritte Jahr in Jüterbog, seit August 2014 bis zum Schuljahresende als Referendarin.

Das ist gleichzeitig auch mein drittes Jahr im Beruf. 

2. Wollten Sie schon immer Lehrer werden?

Naja, vielleicht nicht immer, aber interessiert habe ich mich für den Beruf schon lange. So wirklich gefestigt hat sich dieser Berufswunsch aber dann eigentlich erst in der Oberstufe. Man wird ja auch durch seine Lehrer geprägt :-)

3. Wie war das Studium für Sie, schwer oder leicht?

Das Studium ist mir nicht besonders schwer gefallen, aber es gab auch Zeiten und Kurse, für die ich besonders viel Arbeit und Fleiß investieren musste, Phasen, die sehr stressig waren. Das Ganze hatte also trotzdem seine Tücken. Schade finde ich übrigens, dass das Studium oft viel zu theoretisch ist, von seinen Inhalten zu wenig auf die Schule ausgerichtet wird und die Praxis viel zu kurz kommt - dabei wäre das in Vorbereitung auf den Beruf m.E. sehr wichtig. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass sich bei der Lehrerausbildung einiges verändert.

4. Würden Sie sich aus heutiger Sicht für einen anderen Beruf entscheiden? 

Nein, ich liebe meinen Beruf und ich hoffe, dass das noch viele Jahre so bleibt.

Es ist nur leider traurig, dass wir Lehrer in vielerlei Hinsicht Steine in den Weg gelegt bekommen, wenn es um (positive) Veränderungen in der Schule geht und dass wiederum z.B. in der Theorie manchmal Dinge entschieden werden, die in der Praxis kaum umsetzbar sind usw.

Trotz dieser Schwierigkeiten würde ich diesen Beruf immer wieder machen.

5. Wenn ja, warum? Wenn nein, warum?

Ich würde mich nicht für einen anderen Beruf entscheiden, weil ich meinen eben so mag. Ich gehe also tatsächlich gerne zur Schule :-)

6. Macht Ihnen Ihr Beruf Spaß?

Ja, sehr großen sogar.

7. Gibt es Momente, in denen Sie sich wünschen, einen anderen Beruf zu haben?

Klar gibt es auch mal Momente oder Phasen, die schwierig sind - aber das kommt, denke ich, bei jedem vor, wir sind ja alle nur Menschen. Trotzdem würde ich den Beruf nicht tauschen.

8. Arbeiten Sie im Unterricht gerne mit dem Computer?

Ja, durchaus - auch wenn die gute, alte Tafel auch ihre Vorteile hat, versuche ich schon nach Möglichkeit den PC zu verwenden, ganz einfach, weil man mit seiner Hilfe den Unterricht noch abwechslungsreicher gestalten kann. Leider gibt es nicht in allen Räumen die Möglichkeit dazu.

9. Welches Ihrer beiden Fächer, die Sie unterrichten, mögen Sie lieber?

Das ist schwierig - ich mag meine beiden Fächer sehr, sonst hätte ich sie nicht studiert. Und ich unterrichte auch beide an sich gleich gerne. Allerdings gibt es Phasen und auch Themen, die ich mal bei dem einen, mal bei dem anderen Fach mehr - oder weniger - mag. Ansonsten gefällt mir gut, dass meine Fächer Geschichte und Französisch sich einerseits gut ergänzen, andererseits aber auch ganz unterschiedlich sind, z.B. von den Inhalten und Anforderungen.

10. Was macht Ihnen am diesem Beruf besonders Spaß und warum?

Ich mag an meinem Beruf, dass er spannend ist und abwechslungsreich - keine Klasse und keine Stunde ist wie die andere. Man ist viel mit Jugendlichen zusammen, bleibt also irgendwo immer jung und lernt außerdem nie aus, sondern bildet und entwickelt sich eigentlich ständig auf irgendeiner Ebene weiter. Es ist auch immer ein toller "Lohn", wenn man dann ein Lob für seine Arbeit bekommt oder wenn man sieht, wie sich die Schüler weiterentwickeln und Fortschritte machen. Man bekommt also unheimlich viel zurück.